KOREA-Sendungen im SWR
Vorschau Programm SWR2 Wissen
Montag bis Sonntag 8.30 bis 9.00 Uhr im Radio Oktober/November 2005
Freitag, 14. Oktober, 8.30 Uhr
Arbeitssklaven für den Tenno - Korea wird japanische Kolonie
Aus der Reihe: Korea (1)
Von Rainer Werning
Als aufstrebende Macht in Ostasien hatte Japan Korea bereits 1905 in ein Protektorat verwandelt und dieses 1910 als Kolonie annektiert. Fortan regierten dort japanische Militärs, während japanische Großunternehmen die Halbinsel tributartig schröpften. Das Gros der Erlöse aus Handel, Bergbau und Landwirtschaft wurde ins "Mutterland" Japan verschifft. Korea sollte als Nahrungsmittellieferant die japanische Landwirtschaft weitgehend ersetzen. Waren Bauern außerstande, ihre Abgaben pünktlich zu entrichten, wurden sie nach Japan verschleppt und dort gezwungen, in Kohlegruben, Eisenerzminen, Rüstungsfabriken sowie auf Werftanlagen, beim Straßenbau und Ausbau von Häfen für Hungerlöhne zu schuften.
Freitag, 21. Oktober, 8.30 Uhr
... ein einziger Schutthaufen - Krieg am 38. Breitengrad
Aus der Reihe: Korea (2)
Von Rainer Werning
15. August 1945: Mit der Kapitulation Japans endet auch in Ostasien der Zweite Weltkrieg. Überall in der Region kommt es zu Jubelfeiern, auch in Korea, das bislang eine japanische Kolonie war. Die Aussicht der Menschen, endlich selbstbestimmt in Frieden leben zu können, wird allerdings rasch gedämpft. Zwar entstehen landesweit Volkskomitees als Ausdruck eines demokratischen Neubeginns, und es kommt zur Gründung einer Volksrepublik. Aber die ist nur kurzlebig, denn internationale Vereinbarungen sehen vor, dass die koreanische Halbinsel zunächst treuhändlerisch verwaltet wird: der Süden von US-amerikanischen Truppen und der Norden von der sowjetischen Roten Armee. Als Demarkationslinie dient der 38. Breitengrad, seitdem ein Synonym des bald weltweit eskalierenden Kalten Krieges.
Freitag, 28. Oktober, 8.30 Uhr
Wir sind Menschen, keine Maschinen - Jahrzehnte der Teilung
Aus der Reihe: Korea (3)
Von Rainer Werning
Der Koreakrieg hinterließ ein verwüstetes Land. Jede Familie war von der Teilung des Landes und den Kriegsfolgen direkt betroffen. Der Wiederaufbau erfolgte im Norden auf sozialistischer und im Süden auf kapitalistischer Grundlage. Lange bevor Südkorea aufgrund eines raschen und beispiellosen Wirtschaftswachstums zum "Tiger" in Ostasien aufstieg, war es jedoch Nordkorea, das einen stürmischen Aufschwung genommen hatte. "Dschutsche", das Schaffen aus eigener Kraft, bot aus nordkoreanischer Perspektive die Gewähr dafür, politisch, wirtschaftlich und sozial ein selbstbestimmtes, souveränes Leben zu organisieren. Gänzlich anders verlief die Entwicklung im Süden. Dort exekutierten die regierenden Militärs eine rigide, zentralstaatlich gesteuerte Wirtschaftspolitik. Erklärtes Ziel der südkoreanischen Führung war es, den Norden nicht nur zu überholen, sondern ihn sich einzuverleiben.
VORSCHAU
Freitag, 04. November, 8.30 Uhr
Bombenstimmung und "Sonnenscheinpolitik"
- Jahre mühseliger Friedenssuche
Aus der Reihe: Korea (4 & Schluss)
Von Rainer Werning
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Vorschau Programm SWR2 Eckpunkt
Außerdem strahlt SWR 2 - in diesem Fall die Redaktion "Eckpunkt" - die folgende Sendung aus:
Donnerstag, 13. Oktober, 10.05-10.30 Uhr
Frau Hwang kennt Garküchen und Rezepte des Vergessens
Eine ehemalige koreanische Zwangsprostituierte erinnert sich
Von Rainer Werning
45 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges machen couragierte Koreanerinnen öffentlich auf ein Stück nicht abgetragener Kriegslasten aufmerksam. Sie bekennen, in ihrer Jugend von der japanischen Soldateska als Zwangsprostituierte missbraucht worden zu sein. Die 85-jährige Hwang Kum-Ju erzählt über eine Jugend, die es für sie nicht gab, und über ihr politisches Engagement, für das sie alles gibt. Jeder Mittwoch ist für sie Demo-Tag. Dann steht Frau Hwang mit stets weniger werdenden Weggefährtinnen vor der japanischen Botschaft in Seoul. Surreale Szenen: Den alten, teils gebrechlichen Frauen steht ein jugendlich verlegenes, mitunter martialisches Aufgebot von Sicherheitskräften gegenüber. Hinter deren Schutzschilden und Masken lassen sich die Verantwortlichen abschotten.
WISSEN IN CONT.RA
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Heilbronn-Obereisesheim - 711 (kHz)
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