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Der neue Roman des koreanischen Autors Hwang Sok-yong beschreibt die Geschichte zweier Brüder vor dem
Hintergrund des Koreakonflikts. Vor vierzig Jahren sind sie aus Nordkorea geflohen, zunächst nach Südkorea,
dann in die USA. Nun hat Yosop eine Einreiseerlaubnis für Nordkorea bekommen. Drei Tage vor der Abreise
in die Heimat stirbt ganz plötzlich der ältere Bruder Yohan. Dieser hatte als Anhänger einer
reaktionären Gruppe junger Christen den amerikanischen Besatzern in Nordkorea als Handlanger gedient
und brutale Morde vor allem an den Kommunisten, sogar in der eigenen Familie, begangen. Yosop weiß um
die Gräueltaten, gesprochen aber wurde kaum darüber. Erst jetzt, da er die noch lebenden Familienangehörigen
in seinem Dorf wieder trifft, wird das Tabu gebrochen. Die Geister der Toten erscheinen ihm und die
grausamen Morde ereignen sich wie zum zweiten Mal. Aber erst dieses Wiedererleben der Vergangenheit
macht es möglich, dass die Geister am Ende ihre Ruhe finden können.
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Hwang Sok-yong, geboren 1943 in Zhangchun in der Manschurei, gilt als wichtigster zeitgenössischer
Autor Südkoreas. Sein umfangreiches Werk ist durchdrungen von der bewegten politischen Geschichte
des Landes und wurde mehrfach ausgezeichnet. In der 90er Jahren musste er selbst wegen einer Reise
nach Nordkorea fünf Jahre im Gefängnis absitzen. Heute lebt er in Paris. Bei dtv sind außerdem erschienen:
›Der ferne Garten‹ (dtv) und ›Die Geschichte des Herrn Han‹ (dtv)
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