Autorenlesung
Hwang Sok-yong - Der Gast

Ein eindrücklicher Aufruf zur Versöhnung
unversöhnlich scheinender Konflikte

Samstag, am 28. April 2007 um 19.00 Uhr
Literaturhaus Berlin, Großer Saal
Fasanenstr. 23, 10719 Berlin-Charlottenburg
Eintritt frei

Roman: Der Gast Der neue Roman des koreanischen Autors Hwang Sok-yong beschreibt die Geschichte zweier Brüder vor dem Hintergrund des Koreakonflikts. Vor vierzig Jahren sind sie aus Nordkorea geflohen, zunächst nach Südkorea, dann in die USA. Nun hat Yosop eine Einreiseerlaubnis für Nordkorea bekommen. Drei Tage vor der Abreise in die Heimat stirbt ganz plötzlich der ältere Bruder Yohan. Dieser hatte als Anhänger einer reaktionären Gruppe junger Christen den amerikanischen Besatzern in Nordkorea als Handlanger gedient und brutale Morde vor allem an den Kommunisten, sogar in der eigenen Familie, begangen. Yosop weiß um die Gräueltaten, gesprochen aber wurde kaum darüber. Erst jetzt, da er die noch lebenden Familienangehörigen in seinem Dorf wieder trifft, wird das Tabu gebrochen. Die Geister der Toten erscheinen ihm und die grausamen Morde ereignen sich wie zum zweiten Mal. Aber erst dieses Wiedererleben der Vergangenheit macht es möglich, dass die Geister am Ende ihre Ruhe finden können.

 

Hwang Sok-yong Hwang Sok-yong, geboren 1943 in Zhangchun in der Manschurei, gilt als wichtigster zeitgenössischer Autor Südkoreas. Sein umfangreiches Werk ist durchdrungen von der bewegten politischen Geschichte des Landes und wurde mehrfach ausgezeichnet. In der 90er Jahren musste er selbst wegen einer Reise nach Nordkorea fünf Jahre im Gefängnis absitzen. Heute lebt er in Paris. Bei dtv sind außerdem erschienen: ›Der ferne Garten‹ (dtv) und ›Die Geschichte des Herrn Han‹ (dtv)

 

Information: Chang Je-Hyung, Korea-Verband e.V., Rostocker Straße 33, 10553 Berlin
http://www.koreaverband.de; T. 030-325 9494 2; e-mail:jhychang@web.de