Film Tip
Tagebuch aus Nordkorea:
Zwischen Fremdenangst und Führerkult
Sendedatum Sonntag 25.4.2004 14.30-15.00 ARD
Ein Reportage von Klaus Scherer
Mitten im Atomstreit zwischen Pjöngjang und Washington hat
ARD-Fernost-Korrespondent und Grimme-Preisträger Klaus Scherer mit seinem
Kamerateam eine Woche lang Nordkorea bereist: In der Hauptstadt traf er
Bewohner, die als Kriegswaisen für ein paar Jahre in der DDR lebten, und
Studenten in einem eisig kalten Lesesaal. An der waffenstarrenden
innerkoreanischen Grenze befragte er hart gesottene Militärs nach den
Widersprüchen des Konflikts. In Dörfern sprach er mit Bauern und
Entwicklungshelfern über ihren Alltag. Scherer, der bereits zum dritten Mal
das Land besuchte, stellte dabei auch Anzeichen des Wandels fest. Jenseits
der Propaganda, die das fremdenscheue Volk noch immer einhüllt wie in einem
Religionsstaat, gibt es erstmals Märkte mit selbstständigen Händlern. Bauern
produzieren für sich selbst, Betriebe verabschieden sich vom Einheitslohn
Eines der Hauptprobleme ist nach wie vor der Energiemangel, zumal nach dem
Stopp der Öl-Zufuhr des Westens: In manche winterliche Unterkunft checkte
auch das ARD-Team nur bei Kerzenlicht ein.
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