Das Unglück am 22. April kostete 161 Menschen das Leben gekostet und hat 8.000 obdachlos gemacht. Unter den Todesopfern sind 76 Kinder, viele davon befanden sich in einer Schule in der Nähe des Unfallortes. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird nach dieser Katastrophe seine Arbeiten im Bereich Katastrophenschutz und Medizinversorgung in Nordkorea verstärken.
398 freiwillige Helfer vom Nordkoreanischen Roten Kreuz arbeiten zur Zeit an der medizinischen Versorgung der Menschen. Aus einem nahe liegenden Katastrophenlager, das unter andrem vom DRK ausgestattet wurde, sind Hilfsgüter für 4.000 Familien bereitgestellt worden. Darunter sind:
Mit einem medizinischen Programm trägt das DRK mit über 200.000 Euro jährlich dazu bei, das mangelhafte Gesundheitssystem Nordkoreas zu verbessern und den Katastrophenschutz zu stärken. Medikamente werden verteilt, Ärzte und Pflegepersonal fortgebildet und Seminare zum Thema Hygiene und Krankheitsvorbeugung veranstaltet. Nach dem Zugunglück von Ryongchon wird das Deutsche Rote Kreuz diese Arbeiten verstärken.
Für einen verstärkten Katastrophenschutz und für die medizinische Ausstattung in Krankenhäusern in Nordkorea bittet das DRK um Spenden:
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Nach dem schweren Zugunglück im nördlichen Nordkorea sind Helfer vom Roten Kreuz am Unglücksort eingetroffen. Sie haben angefangen, Hilfsgüter zu verteilen. Neben den 54 Todesopfern sind bisher über 1200 Menschen verwundet, 1850 Häuser sind total zerstört und 6350 Häuser sind teilweise zerstört. Die obdachslosen Menschen erhalten neben medizinische Erste Hilfe Decken, Plastikplanen und Tabletten für Wasserreinigung.
Krankenhäuser überfordert
30 km vom Unglücksort befindet sich ein Katastrophenlager des Roten Kreuzes mit Decken und Medikamenten. Auch aus Lagern in China oder Japan kann das Rote Kreuz weitere Medikamente nach Nordkorea bringen.
"Wir machen uns Sorgen um die Situation in den Krankenhäusern, die auch im Alltag sehr schlecht ausgerüstet sind. Nach einer Katastrophe wie dieser, wird zusätzliche medizinische Hilfe dringend benötigt", sagt DRK-Generalsekretär Clemens Graf von Waldburg-Zeil.
Humanitäre Notlage
Seit Ende der Wirtschaftsbeziehungen mit der Sowjetunion Anfang der 90er Jahre und zwei Flutkatastrophen in den Jahren 1995 und 1996 befindet sich Nordkorea in einer humanitären Notlage. Trotz hochqualifiziertem und motiviertem Personals können Patienten nicht adäquat versorgt werden. Die Krankenhäuser sind baufällig: Es fließt wenig und qualitativ minderes Wasser, die Heizungen funktionieren nicht, Medikamente, Anästhetika und medizintechnische Geräte fehlen.
Mit einem medizinischen Programm trägt das DRK mit über 200.000 Euro jährlich dazu bei, diese Mängel zu beheben und den Katastrophenschutz zu stärken: Medikamente werden verteilt, Ärzte und Pflegepersonal fortgebildet und Seminare zum Thema Hygiene und Krankheitsvorbeugung veranstaltet. Zudem werden Krankenhäuser baulich instandgesetzt und mit Trinkwasser versorgt.
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