Alle Artikel in: Bericht

Besuch von Frau Kim Bok-Dong

Frau Kim Bok-Dong folgte unserer Einladung nach Berlin im Zuge ihrer Europa Kampagne „Gerechtigkeit für ‚Trostfrauen‘!“. Trotz ihres hohen Alters von 89 Jahren bewältigte sie die anstrengende Reise nach Oslo, London und Berlin problemlos und ist inzwischen wieder gut in Korea angekommen.

Stoppt die Strafverfolgung südkoreanischer Kriegsdienstverweigerer!

Zum diesjährigen Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung, dem 15. Mai, startete das internationale Kriegsdienstverweigerungs-Netzwerk Connection e.V. gemeinsam mit Amnesty International, War Resisters‘ International und der südkoreanischen Organisation World Without War eine Kampagne zur Beendigung der Strafverfolgung südkoreanischer Kriegsdienstverweigerer.

Integration geteilter Gesellschaften

Am Mittwoch, den 04.02.2015, fand im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer eine vom Korea Verband in Zusammenarbeit mit der Dongguk-Universität organisierte Podiumsdiskussion zum Thema „Integration geteilter Gesellschaften“ statt, ein Thema, mit dem sich sowohl Korea als auch Deutschland aufgrund ihrer Geschichte konfrontiert sehen, und das sowohl bedeutende Unterschiede als auch Berührungspunkte und Vergleichsmöglichkeiten zwischen Deutschland und Korea bietet.

Bedrohte Meinungsfreiheit: Zur Auflösung der Unified Progressive Party

Am 19.12.2014 traf das Verfassungsgericht Südkoreas die historische Entscheidung, die Unified Progressive Party (UPP, kor. 통합진보당 ) aufzulösen. Die Prinzipien und Aktivitäten der Partei seien mit der demokratischen Grundordnung Südkoreas unvereinbar, hieß es. Die fünf Abgeordneten der Partei verloren mit sofortiger Wirkung ihren Status als Parlamentsmitglieder. Es ist das erste Parteiverbot in Südkorea seit 1958.

EPRIE 2014: Concepts of Nations

EPRIE fand vom 20. Juni bis 2. Juli 2014 in Europa (Warschau, Halle, Berlin und Straßburg) statt und richtete sich mit einem 12-tägigen Seminar zum Thema „Concepts of Nations“ an 20 junge Menschen aus Europa (Deutschland, Frankreich, Polen) und Ostasien (China, Japan, Korea). Das Programm begann in Warschau mit einem interkulturellen Training und persönlichen Vorstellungsrunden, die darauf abzielten, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jenseits ihrer Nationalitäten in ihren vielfältigen Rollen (als Familienmitglied, Student/in oder Berufstätige und Freund/in) kennenlernen konnten. Perspektivwechsel schärften die unterschiedlichen Wahrnehmungen und bereiteten auf das Anti-Diskriminierungstraining vor, bei dem sowohl die Rollen als Diskriminierter sowie als Diskriminierender beleuchtet wurden. Übungen wie „blind wo/man walking“ stärkten das Vertrauen und trugen zum Zusammenhalt der Gruppe bei. Mit dem Besuch im Museum zum Warschauer Aufstands und einem daran anschließenden Vortrag begann die Serie zu „Nations and Memorials“, bei der Denkmäler in verschiedenen europäischen Städten betrachtet und auf ihre Ziele und Umsetzung hin analysiert wurden. In Zusammenarbeit mit dem Alexander-Brückner-Zentrum für Polen Studien und dem Internationalen Graduierten Kolleg Bürgergesellschaft Halle Tokyo an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg wurde …

Seoul Club Berlin gegründet

Während seines Besuchs in Berlin wurde auf Initiative des regierenden Bürgermeisters von Seoul, Park Won-soon, der Seoul Club Berlin gegründet. Der Seoul Club fungiert als Bindeglied zwischen den Städten Seoul und Berlin und dient vorrangig dem Kultur- und Ideenaustausch.

Proteste gegen den Bau einer Marinebasis in Gangjeong

Am 2. und 3. September wurde das Friedenscamp der Aktivisten auf Jeju-do von mehreren Hundertschaften der Polizei geräumt, die im August eigens vom Festland entsandt worden waren. Mehr als 30 Personen wurden verhaftet (darunter Priester, Dorfbewohner und Aktivisten) und ein 1,6 km langer Stahlzaun rund um das Baugelände errichtet, so dass für die Öffentlichkeit jeder Zutritt ausgeschlossen ist. Obwohl sich Mitglieder des Inselrats von Jeju-do dafür ausgesprochen haben, die Mitbestimmungsrechte der Bevölkerung zu respektieren, scheint die Nationalregierung nun Fakten schaffen zu wollen. Seit den Weihnachtstagen 2010 wird im Dorf Gangjeong auf der Insel Jeju-do ein Marine-Hafen erbaut, der zukünftig sowohl der koreanischen, vor allem aber der US-amerikanischen Marine und ihren Kriegsschiffen dienen soll. Lange hatte sich die Bevölkerung von Gangjeong aus mehreren Gründen dagegen gewehrt. Gisela Köllner vom EMS und Bruce K. Gagnon vom „Global Network against Weapons & Nuclear Power in Space“ informieren darüber in zwei Hintergrundartikel aus dem Jahr 2010.Im Januar 2011 hatten sich Pastoren aus Gemeinden auf Jeju-do zu einem „Theologischen Seminar für die Praxis des Friedens“ getroffen und dabei ein Manifest …